, Habenicht Carola

Vive l'amitié - Jumelage in Radolfzell

Ein harmonisches und herzliches Wochenende mit unseren französischen  Freunden aus Istres ist zu Ende. 

50 Jahre Freundschaft mit unserer Partnerstadt Istres ist eine tolle Leistung auf die wir alle stolz zurückblicken können. Bruno Janzer, Oberbürgermeister Riester und Roland Dost haben 1974 den Grundstein dafür gelegt.

Die unermütliche Pflege der Freundschaft konnte das Verhältnis, das durch die beiderseitigen vielfach negativen Erlebnisse des Krieges bestanden, langsam in Akzeptanz und letztlich in eine herzliche Verbundenheit und Freundschaft gewandelt werden. Inzwischen bestehen viele harmonische Verbindungen und intensive Freundschaften.
Der Deutsch-Französische Club wird auch weiterhin konsequent dafür stehen.

Viele schöne Dinge wurden gemeinsam erlebt. Eine herzliche Begrüßung in der Villa Bosch am Freitagabend bildete den Auftakt für das Wochenende. In einer gemeinsamen Sitzung des Jumelagecomites am Samstagmorgen wurde viele Ideen geboren,wie das Verhältnis weiter ausgebaut werden und man sich noch besser kennenlernen könnte. 
Während das Comite tagte, spielte eine Gruppe des DFC mit den Gästen Boule auf der Bahn des Turnvereins. Trotz großer Hitze hatten alle viel Spaß dabei.
Die Gäste wurden sogar mit einem Umtrunk vom Vorstand des Turnvereins zusätzlich überrascht. 

Am Mittag stand dann Danse au bord du lac auf dem Programm. Tanzvorführungen von der französischen Trachtengruppe Lou Trelus und von der Trachtengruppe Alt Radolfzell sowie die Einladung der Gäste aktiv mitzumachen. Trotz großer Hitze haben viele mitgemacht.

Am Samstagabend legte dann die "Stadt Radolfzell" zu einer voyage au coucher de soleil ab, zuvor konnte noch ein köstliches Buffet verköstigt werden. Das gute Essen wurde im Anschluß an die Schifffahrt beim Tanzen wieder abtrainiert. 

Der Sonntagmorgen begann mit einer Messe im Münster, die in deutscher und französischer Sprache zelebriert wurde. Pfarrer Vogel und Pfarrer Nyombayire gingen in ihrer Predigt auf die Unterschiedlichkeit der Menschen aus der totz alledem ein gutes Miteinander wachsen kann. Anschliessend konnten die Gäste die über 1000 Stufen des Münsters erklimmen um einen traumhaften Blick über die Stadt, den See und das Hinterland bei herrlichem Wetter genießen. Wählen konnten die Gäste auch zwischen einer Kunstführung in der Villa Bosch oder eine Führung durch die Stadt um diese besser kennenlernen.

Der erste Akt zum Beginn der Städtepartnerschaft 1974 war die Pflanzung eines Baumes in Istres. Dieses Symbol steht für die stetig wachsende Freundschaft, die sich immer stärker und tragfähiger entwickelt. Mit der Pfanzung einer der Winterlinde im Mettnaupark wurde dieses Symbol lebendig erneuert, verbunden mit dem Wunsch weiter zu wachsen.
Gerade in der heutigen Zeit, die geprägt ist von Kriegen und einer Gesellschaft, in der die Achtung vor dem Nächsten immer mehr auf der Strecke bleibt, ein wichtiges Zeichen der Hoffnung.

Den  Abschluss des Wochenendes bildete am Sonntagabend die Erneuerung der Unterschrift auf dem Vertrag der Städtepartnerschaft mit dem Wunsch, die bestehende Freundschaft weiter auszubauen und tragfähig zu halten. In diesem Rahmen wurde Muriel Orgé für ihren langjährigen großartigen Einsatz für die Jumelage gedankt.

Bevor der Abend und damit der Besuch offiziell zu Ende war, wurden Roland Dost und Herbert Boschert für ihren Einsatz für die deutsch-französische Verständigung geehrt. Bei Herrn Boschert kam noch hinzu, dass er über viele Jahre  unermütlich Spenden für den Wiederaufbau der Kapelle Chapelle Saint-Sulpice gesammelt hat.

Allen Helfer ein ganz herzliches Dankeschön für ihren Einsatz, dieses Fest zu einem bleibenden Erlebnis zu machen. Merci beaucoup , vive l'amitié